Beim letzten Netzwerk11-Treffen haben wir über die Inbetriebnahme der Notunterkunft im ehemaligen Schulzentrum in Ahlem gesprochen. Am 23. September sind dort die ersten Geflüchteten eingetroffen. Frau Sufin, die Stadtbezirksmanagerin für Ahlem, Badenstedt und Davenstedt, hat erklärt, dass die Wiederinbetriebnahme der Notunterkunft notwendig geworden ist, weil das Land Niedersachsen ein höheres Kontingent von Schutzsuchenden der Stadt zuweist.

Die Unterkunft bietet Platz für bis zu 160 Menschen, allerdings sind nach Angaben des Deutschen Roten Kreuz, das die Notunterkunft betreibt, zunächst 30 Geflüchtete eingezogen. Es handelt sich ausschließlich um Männer mit verschiedener Herkunft. Es wird erwartet, dass wöchentliche weitere Geflüchtete ankommen.

Zuletzt wurde das Schulzentrum als Tagestreff für Obdachlose genutzt. Dieser Tagestreff wurde aber bereits im Sommer geschlossen.

Vor-Ort gibt 5 Sozialarbeiter*innen und einen Wachdienst.

Die Bewohner werden in Mehrbettzimmern untergebracht, haben aber die Möglichkeit selbst zu kochen. Ziel ist es die Menschen schnell an reguläre Flüchtlingunterkünfte weiterzuvermitteln.

Erfreulicherweise haben sich schon ein paar Personen gemeldet, die sich vorstellen können zu unterstützen. Allerdings kann zur Zeit jede helfende Hand gebraucht werden. In folgenden Bereichen gibt es Bedarf:

  1. Orientierung –> Begleitung zu Ticketautomaten und erste Orientierung im schönen Stadtteil Ahlem
  2. Belebung der Eingangshalle –> gerne gemeinsam mit den Geflüchteten die Eingangshalle begrünen und eine wohnliche Atmosphäre schaffen
  3. Für Freitzeitbeschäftigung sorgen –> Fußballspiele organisieren, Kickern und Tischtennisspielen gemeinsam mit den Männern in der Halle
  4. Niederschwellige Deutschlernangebot –> wie lange die Bewohner letzendlich bleiben, steht in den Sternen. Vielleicht gibt es Menschen die regelmäßig eine Lerngruppe anbieten wollen. Räumlichkeiten mit Tafel stehen dafür zur Verfügung
  5. Einrichten einer Kleiderkammer –> herrichten eines Raumes für Kleiderspenden.
  6. Bücherschrank –> Es gibt sehr viele Bücher auf deutsch, doch Bücher in den Muttersprachen der Bewohner fehlen. Eine schöne Schmöker- Ecke schafft Beschäftigung
  7. Weihnachtsvorbereitung –> für viele das erste Weihnachtsfest in Deutschland. Vielleicht gibt es Ideen?

Die Sozialarbeiter*innen sind für alles offen und zeigen gerne das Gebäude und stellen Kontakte her. Sie würden gerne den Charme der Notunterkunft verfliegen lassen und einen schönen Ort schaffen. Wer Ideen hat, kann sich über die untenstehende Mail-Adresse melden. Wir werden alle Angebote koordinieren und weiterleiten.

Am Montag, 18.10. wird es ein weiteres Netzwerk11-Treffen zum Thema geben.